Jugendstunde

zeichen.setzen

Rosenkranzfest 1938-2018

 

Am 7. Oktober 2018 jährt sich zum 80. Mal jenes Ereignis, das als „Rosenkranzfest“ als größte Widerstandsveranstaltung gegen das Nazi-Regime in die Geschichte eingehen sollte. Mehr als 7000 Jugendliche kamen damals auf Einladung von Kardinal Innitzer im Wiener Stephansdom zusammen, um ein Zeichen gegen den Nationalsozialismus zu setzen. Kardinal Innitzer sprach zu den Jugendlichen und bestärkte sie darin, allein Jesus Christus als ihren Führer anzuerkennen. Anschließend ereignete sich spontan eine Demonstration am Stephansplatz. Einige Jugendliche wurden daraufhin verhaftet und manche davon später sogar ins KZ deportiert. Am Tag darauf stürmten Mitglieder der Hitlerjugend das Erzbischöfliche Palais und verwüsteten es.

Anlässlich dieses Jahrestages setzt die Katholische Jugend ein Zeichen und lädt Jugendliche und alle Interessierten zur Gedenkveranstaltung am 7. Oktober beim Wiener Stephansdom ein.

 

Du möchtest mit deiner Gruppe oder Klasse dabei sein, weißt aber nicht wie du sie darauf vorbereiten sollst? Kein Problem, wir haben da einen Vorschlag für dich:

 

Alter: ab ca. 15 Jahren

Dauer: ca. 50 min

Aufwand: mittel

Gruppengröße: egal

Material: Plakate, Stifte, Malsachen, Rosenkränze, Lampions (werden zur Verfügung gestellt)

 

Vorbereitung:

Die Ereignisse rund um den 7. Oktober 1938 sollten am Besten im Rahmen einer Gruppenstunde oder eines anderen Treffens (z.B. Workshop, Schulstunde, etc.) thematisiert werden. Der Rahmen der Stunde sollte dem entsprechen, was du sonst auch mit der Gruppe machst. Also Einstieg, ggf. Kennenlernen, Auflockerungsübungen, Abschluss usw.

Zur Vorbereitung kannst du dir z.B. die Texte auf diesen Webseiten durchlesen: https://tinyurl.com/ychz2crr

https://tinyurl.com/y7vs3aco

Und/oder du schaust dir dieses Video an: https://tinyurl.com/y9cth7nz

 

Einführung ins Thema: „Stille Diskussion“

Erzähle den Jugendlichen in deinen eigenen Worten, was am 7. Oktober 1938 in Wien geschah und/oder schaut euch gemeinsam das oben genannte Video an.

Schreibe jede Impulsfrage auf ein eigenes Plakat und hänge diese verteilt im Raum auf:

  • Was denkst du, ist in den teilnehmenden Jugendlichen damals vorgegangen?
  • Wie denkst du, hat sich Kardinal Innitzer gefühlt?
  • Könnte so etwas auch heute wieder passieren? Würdest du dann zu so einer Veranstaltung hingehen?
  • Was muss in einem vorgehen, dass man so ein großes Risiko auf sich nimmt?
  • Wofür würdest du deine Freiheit, dein Leben riskieren? Gibt es so etwas überhaupt?

Die Jugendlichen werden aufgefordert, sich in Stille die Plakate anzuschauen und ihre Gedanken dazu zu schreiben. Wie bei einer „lauten“ Diskussion können auch Statements ergänzt, Argumente und Gegenargumente angeführt werden.

 

Vertiefung: „Laute Diskussion“

Anschließend wird in der Gruppe besprochen, welche Erkenntnisse in der stillen Diskussion bei den Jugendlichen ganz besonders hängengeblieben sind.

Sprecht auch über die aktuelle (politische) Situation: Wo stehen wir? Was nehmt ihr wahr? Was fällt euch auf?

 

Vertiefung: „Rosenkranz“

Beten ist nicht nur ein Insichgehen, eine fromme, vielleicht sogar langweilige Angelegenheit. Beten kann auch etwas bewirken und sogar eine gesellschaftspolitische Dimension haben. Am 7. Oktober 1938 wurde in erster Linie zu einem Gebet geladen, das sich schließlich als starkes politisches Zeichen entpuppte.

Bring in die Gruppenstunde einen oder mehrere Rosenkränze mit. Du kannst auch die Jugendlichen im Vorhinein darum bitten, selbst welche mitzunehmen. Schaut euch gemeinsam die verschiedenen Rosenkränze an und vergleicht sie miteinander. Wenn ihr Lust habt und es für die Gruppe passt, könnt ihr auch ein Rosenkranzgebet ausprobieren – Anleitungen dazu findest du zu Hauf im Internet. Rosenkränze bzw. das Rosenkranzgebet gibt es in verschiedenen Variationen.

 

Abschluss: „zeichen.setzen“

Lade die Jugendlichen ein, mit dir gemeinsam am 7. Oktober, um 18:00 Uhr die Gedenkveranstaltung „zeichen.setzen“ beim Stephansdom zu besuchen und dort ein Zeichen zu setzen: Gestaltet gemeinsam eine große Rosenkranzperle (bei großen Gruppen ggf. zwei), indem ihr einen Papierlampion bemalt, und nehmt ihn zur Veranstaltung mit. Eurer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt!

Den Lampion könnt ihr kostenlos bei uns im Büro am Stephansplatz bei Luise Kapeller (l.kapeller@edw.or.at, 01 515 52 3346) anfordern.

 

 

 

Marie-Luise Kapeller

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